“Die nächste Generation” ist eines der zentralen Themen
der FARBE, AUSBAU & FASSADE vom 20. bis 23. März 2019 in Köln.
Die Messe bietet im Jahr 2019 erstmalig
kostenfreien Messeeintritt für Jugendliche an.

Im Fokus der FAF FARBE, AUSBAU & FASSADE 2019 steht das Thema Fachkräftesicherung. Im Schulterschluss mit den Trägerverbänden und Ausstellern bietet die Fachmesse ein breitgefächertes Angebot für Schüler, Auszubildende und Gesellen an. So gibt es 2019 u.a. erstmalig einen kostenfreien Messeeintritt für Jugendliche.

Im Vorfeld der FAF trafen sich drei Nachwuchskräfte in Köln zum Branchentalk „Die nächste Generation der Meister“. Dabei diskutierten Jessica Jörges (Malergesellin, Bloggerin), Alexander Schmidt
(Stuckateurmeister, Europameister 2018) sowie Marcus Spohn (Stuckateurmeister, Jungunternehmer) über die richtige Suche nach Auszubildenden und die Zukunft ihrer Gewerke.

Die FAF FARBE, AUSBAU & FASSADE setzt 2019 ein klares Zeichen: Angesichts rückläufiger Auszubildendenzahlen im Maler-, Lackierer- und Stuckateurhandwerk – Rückgang in beiden Gewerken zwischen 2007 und 2017 über 40 Prozent – hat sich die Fachmesse zum Ziel gesetzt, junge Menschen von der Attraktivität der beiden Meister-Ausbildungsberufe zu begeistern. Hierfür wird sich auch der frisch gekürte Europameister bei den Stuckateuren, Alexander Schmidt, auf der Fachmesse ins Zeug legen: „Der EM-Titel kann gerade bei jungen Leuten viele Türen öffnen. Diesen Rückenwind müssen wir nutzen, um für einen der vielseitigsten Ausbildungsberufe zu werben. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir gemeinsam mit dem Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB die FAF als spannende Anlaufstelle für die Fachkräfte von morgen positionieren. Schließlich gibt es nichts besseres, als für eine Branche Begeisterung zu entfachen, als auf deren europäischen Leitmesse zu gehen – und dann findet diese auch noch im eigenen Land statt!“.

Es ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre, das Werben um qualifizierten und talentierten Nachwuchs. Hier sieht Jungunternehmer Marcus Spohn noch viel Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. „Die Suche nach Fachkräften im 21. Jahrhundert ist ganz eng mit Social Media Marketing verknüpft! Die Zeiten, als Jugendliche nach Ausbildungsbetrieben in den Gelben Seiten gesucht haben, sind vorbei“, erklärt Stuckateurmeister Spohn, der sich 2017 mit „Der Gestaltungsmaler“ selbstständig machte. „Doch im Vergleich zu anderen Branchen gibt es mir bei Malern und Stuckateuren noch zu wenig attraktive Homepages von Ausbildungsbetrieben, die Lust auf den schönsten Beruf der Welt machen. Hier müssen die jungen Leute, allesamt potenzielle Betriebsinhaber, gerade in Bezug auf Marketing in Gesellen- und Meisterausbildung noch besser geschult werden.“

Die Malerin Jessica Jörges setzt hier mit ihrem Social-Media-Angebot früher ein. Schließlich müssen Jugendliche mit Hilfe von digitalen Formaten bereits vor ihrem Schulabschluss „abgeholt“ werden, um sie über die Vielfalt des Handwerks zu informieren. Daher startete sie mit „Bunte Zukunft“ einen Blog über ihre Ausbildung und erfreut sich seitdem einer großen Fangemeinde. Auch mit dem Gesellenbrief in der Tasche wird es eine Fortführung ihres Ausbildungsblogs geben. „Der Blog wird auch in Zukunft das Thema Ausbildung als Schwerpunkt haben“, erzählt die junge Frankfurterin. „Er wird sich insofern ein wenig verändern, dass ich nicht mehr aus Sicht eines Azubis berichte, sondern aus Sicht einer Gesellin, die jetzt einen Azubi ausbildet. Es soll vor allem darum gehen, dass es sowohl für Betrieb aber auch für den Azubi gelungene drei Jahre werden. Damit möchte ich weiterhin junge Leute für einen Beruf im Handwerk motivieren aber auch Betrieben die Möglichkeit geben, durch kleine Tipps und Tricks ihre Azubis so gut wie möglich zu fördern und zu unterstützen.“

Die drei Teilnehmer des Branchentalks Jessica Jörges, Alexander Schmidt und Marcus Spohn werden auf der FAF 2019 auch persönlich anwesend sein. Bei einem Meet & Greet an einem der vier Messetage können Schulabgänger und Berufsanfänger die drei z. B. über ihre Erfahrungen bei der dualen Ausbildung befragen.

„Diese Gelegenheit des individuellen Austausches über die Perspektiven dieser bauhandwerklichen Berufszweige sowie das Aufzeigen von beruflichen Zukunftschancen sind zielführende Informationen auf Augenhöhe. Zudem erhalten die Fachkräfte von morgen einen einmaligen Einblick, was national und international in der Branche passiert“, sagt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. Der Messeveranstalter bietet daher 2019 diese sich nur alle drei Jahre bietende Berufsinformation erstmalig zum „Nulltarif“ an. Denn gegen Vorlage ihres Schüler- und Berufsschulausweises erhalten Jugendliche kostenfreien Eintritt auf die Messe. Übrigens sind zahlreiche weitere Aktionen an den vier Messetagen geplant, die die Fachkräfte von morgen ansprechen sollen. In lebenden Werkstätten zeigen Meisterschulen und Nationalteams die Vielfalt der Gewerke; die Trägerverbände der Messe laden zu einem Karrieretag ein, Aussteller wie z. B. Brillux stellen sogar ihren Messeauftritt unter das Thema Nachwuchs.

(Bilder: GHM)